Mit Theater Sprache lernen

Mit Theater Sprache lernen nennt sich das Projekt, dass 2017 zum zweiten Mal von der Frankfurter Verlagsgesellschaft Büchergilde Gutenberg gefördert wurde.

Als Teil des Förderprojektes für Vor- und Grundschulkinder des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Saarbrücken wurde mit den Kindern der vierten Klasse der Ganztagsgrundschule Dellengarten im Laufe des Schuljahres ein Theaterstück eingeübt.

Theaterspielen bietet die Möglichkeit Sprache zu erlernen und zu erleben. Kinder werden dabei zur Improvisation ermutigt und erproben spontan Sprache und Wort. Spielerisch wird die Sprachkompetenz aller beteiligten Kinder erweitert. Zudem wirken sich auch Lob und Anerkennung für ihre Leistungen positiv auf die weitere Entwicklung des Kindes aus.

Unter der Leitung einer erfahrenen Diplomschauspielerin wurden nun schon zwei Theaterstücke mit den Kindern entwickelt. Das erste Stück vom Vorjahr beschäftigte sich mit Fragen zu Vorurteilen und kulturellen Unterschieden.
2017 erkundeten die Kinder mit „Düsterland” Themen betreffend Mut und Zusammenhalt.

           
   

Lust am Lesen mit der LeseLernHilfe

Seit 2011 hat die Bürgerstiftung Rheinhessen in Kooperation mit Kreis- und Volkshochschulen ihre Arbeit an dem Projekt LeseLernHilfe begonnen.
130 Ehrenamtliche wurden im Bereich der Lese- und Sprachkompetenz qualifiziert und als Lesepaten an rund 60 Grundschulen in ganz Rheinhessen vermittelt.

Die Leselernhelfer unterstützen auch heute noch, parallel zum Unterricht und in kleinen, intensiven Fördereinheiten, Schüler der ersten und zweiten Klasse beim Lesen. Ziel ist es individuell angepasste Leseübungsmöglichkeiten zu geben, Lust am Lesen zu fördern und über das Gelesene zu sprechen. Besonders positive Effekte erzielen die Ehrenamtlichen auch in der Motivation und im Sozialverhalten der Schüler.

Die Welt des Lesens e.V. unterstützte die LeseLernHilfe 2016 bei der Erweiterung ihrer Strukturen. Angeregt wurde diese Förderung durch die Buchhändlerin Silke Müller aus Mainz (Erlesenes und Büchergilde).
Sie sammelte in jenem Jahr bei ihrem Sommerfest für die LeseLernHilfe, um dieses Projekt auch in Mainz zu ermöglichen.

 
           
 

„Tomaten in der Badewanne”

Die Schreibwerkstatt der Berliner Vereins Lesen und Schreiben e.V. publizierte 2016 ein Buch mit Texten von ehemaligen Analphabetisten. Unterstützt wurde das Projekt von Die Welt des Lesens e.V..

In Deutschland leiden etwa 14,5% der Menschen an funktionalem Analphabetismus. Diesen Menschen fehlt die Grundbildung, die Möglichkeit ihre Bürgerrechte wahrzunehmen, wie z.B. Wählen gehen, oder im Alltag zurechtzukommen. Da stellt schon das Lesen eines Einkaufzettels eine Schwierigkeit dar. Darunter leidet auch das Selbstbewusstsein.

Lesen und Schreiben e.V . unterstützt Jugendliche und Erwachsene, das Lesen und Schreiben zu erlernen. Dabei kam 2016 immer wieder bei den Teilnehmern der Wunsch auf, ein Buch zu schreiben. Die Texte wurden in der Schreibwerkstatt verfasst; die Illustrationen steuerten Studenten der weißensee kunsthochschule berlin bei. Daraus entstand das wunderbare Buch „Tomaten in der Badewanne”.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter www.lesen-schreiben.com

           
   

Die Neue Nachbarschaft/Moabit

Die Neue Nachbarschaft/Moabit e. V . ist ein gemeinnütziger Verein, der 2013 gegründet wurde, um geflüchtete Menschen willkommen zu heißen. Heute ist der Verein zu einer der größten ehrenamtlichen Nachbarschaftsinitiativen Berlins gewachsen. Mit einem täglichen Programm schaffen die Ehrenamtlichen eine soziale und künstlerische Plattform zum Austausch, Lernen und Engagieren.

Durch die Unterstützung von Die Welt des Lesens e.V. in 2015 ist es gelungen zusätzliche Projekte ins Leben zu rufen, wie das Projekt "Studio 26".
Das "Studio 26" bietet Familien mit Migrationshintergrund Leseabende an und organisiert Lesepartnerschaften. Ebenfalls gibt es Malunterricht, bei dem die Kinder und Erwachsenen einem Vorlesenden zuhören und ihre Eindrücke mit Blatt und Papier ausdrücken können.

Die Neue Nachbarschaft/Moabit e.V. ist eine alternative Wochenendschule für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Fluchthintergrund. Kunst und Literatur spielen hier eine zentrale Rolle. Hier werden Texte geschrieben und illustriert. Daraus entstehen Bücher, die bilingual angelegt werden.

 
           
 

„Dein verrücktes Leseabenteuer” in der Stadtteilbücherei Bochum-Linden

Zuhören, Vorlesen, Erfinden, Schreiben, Zeichnen und die eigene Fantasie wecken. Die von der bildenden Künstlerin Antje Hemmer konzipierten Leseabenteuer fördern durch aktive Beteiligung die Lese- und Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen und wollen Freude an Büchern vermitteln.

Mit der Unterstützung von Die Welt des Lesens e.V. im Jahr 2015 wurde mit SchülerInnen aus der 5. und 6. Klasse der Sekundarschule Südwest in Bochum eine kunstpädagogische Literaturreihe in der Stadtteilbücherei Bochum-Linden durchgeführt. In dem Stadtteil mit hohem Migrationsanteil engagiert sich die Schule für eine Chancensteigerung ihrer Schüler und sucht dafür gezielt Kooperationspartner und Projekte im kulturellen Bereich. Insgesamt sechs „verrückte Leseabenteuer” mit jeweils fünf Kindern und sechs verschiedenen Kinder- und Jugendbüchern hat Antje Hemmer mit hohem Zuspruch umgesetzt. Am Ende hat jeder sein eigenes „Buch” gestaltet und vor allen Projektkindern stolz seine Geschichte vorgestellt. Der Dank gilt allen Förderern von Die Welt des Lesens e.V. !

           
   

Kinder machen Bücher: Förderung der „Buchkinder Leipzig e.V.”

Kinder lieben Geschichten, denken sich welche aus. In der Buch- und Schreibwerkstatt der Buchkinder Leipzig e.V. entwickeln Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren eigene illustrierte Geschichten. Sie überlegen und diskutieren ihre Ideen, schreiben sie auf, zeichnen, setzen und drucken, bis die bunten Produkte ihrer Fantasie gebunden zwischen zwei Buchdeckeln vorliegen.


Ziel ist es, über den spielerischen Umgang mit Sprache, den Kindern zu ihrem eigenen Ausdruck zu verhelfen, Kreativität, Sozial- und Lesekompetenzen
zu fördern. Die Wechselwirkungen zwischen Bildern und Texten lassen aberwitzige Bücher entstehen, deren Ideen- und Ausdrucksvielfalt immer wieder überraschen.

In der Büchergilde Gutenberg wird ein originalgetreuer Nachdruck eines Buchs aus der Werkstatt der Bücherkinder angeboten. Mit dem Erlös werden die Buchkinder Leipzig e.V. gefördert.

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„Meine erste Bibliothek”
Leseförderung für Kinder mit Migrationshintergrund an der Erich-Kästner-Schule in Bonn

Neun Kinder schauen gespannt auf das hochgehaltene Buch. Eine zukünftige Buch-Patin liest vor – ein erster Eindruck wie interessant Bücher sein können. Alle sind in freudiger Erwartung! Eltern, Kinder und Paten lernen sich heute zum ersten Mal kennen. Dies ist der Start für ein Projekt, das nun im zweiten Jahr für die beiden ersten Klassen an der Erich-Kästner-Schule durchgeführt wird. Kinder aus Sri Lanka, Nepal, Türkei, Algerien, Ghana, China und vielen anderen Ländern besuchen die Erich-Kästner-Schule. An sie richtete sich dieses Projekt.

„Mit Meine erste Bibliothek wollen wir Kindern aus zugewanderten Familien den Zugang zu Büchern ermöglichen, in ihnen die Liebe zum Buch und zum Lesen wecken” sagt Frau Çetinkaya, die Vorsitzende des Vereins Kultur verbindet, die dieses Projekt entwickelte und an mehreren Bonner Schulen durchgeführt hat. „Wir möchten das Selbstvertrauen von Kindern mit Migrationshintergrund stärken, ihre sprachliche Kompetenz erweitern und ihre Freude am Lernen unterstützen. Und unsere Erfahrung zeigt, dass das mit unserem Konzept gut gelingt.”

Einmal wöchentlich lasen die Erstklässler gemeinsam mit ihrem Buch-Paten während der Unterrichtszeit in einem Buch, das sie zuvor aus einer mit hochwertigen Büchern bestückten Kiste ausgesucht hatten. Ist das Buch gemeinsam „erlesen”, dann darf es das Kind stolz als Geschenk mit nach Hause nehmen. Nach einem halben Jahr erhielten die Kinder eine kleine Bücherkiste, in der sie nun ihre erste kleine Bibliothek unterbringen konnten. Paten, Kinder und Lehrer haben strahlende Augen, wenn sie von den Begegnungen erzählen. „Es geht uns um mehr als die Bücher”, sagt Gerrit Oppelland-Hampel, die Projektmanagerin. „Die Bücher sind wichtig, weil sie ganz andere Lebenswelten erschließen und ein wunderbares Medium zwischen einem Erwachsenen und einem Kind sind. Wir möchten Freundschaften bilden zwischen verschiedenen Kulturen und den Kindern die Möglichkeiten geben, Leseerfahrungen mit ihren deutschstämmigen Klassenkameraden zu teilen”. Einmal im Monat bot der Verein außerdem einen „Ausflug zur Kultur” an. Da stand ein Kinderkonzert von Baba, dem kleinen Elefanten auf dem Programm, ein Besuch im Deutschen Museum oder ein Besuch im Kindertheater. Wenn möglich, begleiteten die Buch-Paten die Kinder zu diesen Veranstaltungen. Das Projekt war auf langfristige Beziehungen angelegt. Viele Buch-Paten lasen zwei oder drei Jahre mit ihren Patenkindern. Selbstvertrauen, sprachliche Fähigkeiten, Lesefähigkeit und der Umfang der ersten Bibliothek wuchsen sichtbar! Über Die Welt des Lesens e.V. wurde die Anschaffung der Bücher und Bücherkisten bis zum Ende des 2. Schulhalbjahrs 2014 finanziert. Alle Lesepaten arbeiteten ehrenamtlich.

Projektverantwortlicher ist Gerrit Oppelland-Hampel.

 
           
   

Lesejahr – Ein Buch im Monat

2012 lasen die 25 Kinder der Klasse 5G an der Otto-Hahn-Schule in Hanau jeden Monat gemeinsam ein Buch. Wöchentlich wurde in der Schulbibliothek auf roten Lümmel-Sofas geschmökert. Dann wieder wurde die Lektüre in Kleingruppen diskutiert oder im Stuhlkreis besprochen und ausgewertet. Zu jedem Buch fertigten die Kinder einen Eintrag in ihrem persönlichen Lesetagebuch an. Hier wurde gezeichnet und notiert, welche Gedanken den Kindern beim Lesen kamen, welche Textstelle beispielsweise besonders spannend oder welche Romanfigur die liebste war. Außerdem gab es ein Glossar, in dem schwierige Wörter gesammelt und erklärt wurden.

Bei manchen Büchern war sich die Klasse in der Bewertung der Lektüre einig, wie bei Der fabelhafte Mr. Fox von Roald Dahl. Andere Bücher fanden vorwiegend Freunde unter den Mädchen oder unter geübteren Lesern. Die Buchlektüre wurde von weiteren Aktivitäten begleitet: einer Autorenlesung, den Besuch einer Buchhandlung und Theaterinszenierung von Rico und Oscar im Staatstheater Wiesbaden.

Finanziert wurde das Projekt ausschließlich durch private Spenden. Mit der Zusage von Die Welt des Lesens e.V. zur Förderung dieses Projekts wurde die Durchführung wie geplant bis zum Jahresende gesichert. Finanzierungsbedarf bestand für weitere Bücherkisten und eine Abschlussveranstaltung.

Viele Kinder der Klasse diskutieren mittlerweile eifrig über Bücher, auch über solche, die nicht gemeinsam gelesen wurden. Und eine Mutter schrieb: „Er (...) ist der klassische Lesemuffel – nach unserem Eindruck hat er durch das Projekt die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnen kann, ein Buch zur Hand zu nehmen. Er hat gelernt, seine Gedanken und Fragen zum Inhalt zu formulieren. Ein tolles Ergebnis.”

Höhepunkt war eine Veranstaltung mit dem Buchillustrator Mehrdad Zaeri. Er zeigte der Projektklasse beim Live-Zeichnen das Illustrieren von Büchern und redete mit den Kindern über Fantasie und Einfälle, die ihm beim Lesen kommen und zu Bildern anregen. Spontan zeichnete Mehrdad Zaeri eine Bildergeschichte. Jedes Kind der Klasse 6Gd schrieb auf Grundlage der Bilder eine eigene Geschichte.

Ausgewählte Geschichten der Kinder können Sie hier nachlesen »

Projektverantwortliche ist die Deutschlehrerin Dagmar Hofmann.

           
 

Fürs Leben lesen lernen

Das Projekt zur Förderung von Lesemotivation und Lesekompetenz im Jahrgang 6 der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Duisburg zeigte zum Schuljahresabschluss einige Erfolge. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Medium Buch konnte durch das regelmäßige Lesen und begleitende Veranstaltungen geweckt werden. Eine hohe Motivation, Bücher zu lesen, stellte sich ein, sobald ein persönlicher Bezug hergestellt werden konnte. Besonders gut gelang dies bei begleitenden Autorenlesungen in der Klasse.

Außerdem setzten sich die Kinder regelmäßig kreativ und analytisch mit ihrer Lektüre auseinander, woraus kurze Präsentationen entstanden, die auch das Sprechen und Urteilen über Literatur schulten. Der zweite Schwerpunkt des Projektes lag auf der Ausbildung und Vertiefung von Lesefertigkeiten. Dabei wurde Wert auf das Vorlesen, das schnelle Lesen und die Sinnerfassung gelegt. Das Niveau konnte von größtenteils unterdurchschnittlich auf größtenteils durchschnittlich gehoben werden. Die Ausbildung der Fähigkeit gut zu lesen und das Gelesene auch zu verstehen, erfordert allerdings viel Zeit und eine individuelle Förderung.

Die positiven Ergebnisse und die Feststellung, dass die Fähigkeit zu Lesen bei den Kinder dieser Gesamtschule unterdurchschnittlich ausgeprägt ist und durch das Projekt verbessert werden konnte, machte die Notwendigkeit einer dauerhaften Implementierung des Projekts deutlich. Im nächsten Schuljahr soll das Konzept daher auf alle Klassen des Jahrgangs 6 ausgeweitet werden.
Die Ausbildung der Lesekompetenz in den jetzigen Klassen wird weiter unterstützt. Förderbedarf besteht für die Anschaffung von Material und Büchern. Wir können damit die Basis für eine dauerhafte, eigenständige Fortführung des Projekts an der Heinrich-Heine-Gesamtschule schaffen.

Projektverantwortliche ist die Deutschlehrerin Jessica Klamke.

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Ein Buch und ein Ort zum Lesen – Leseförderung für Grundschüler

Das Projekt startete erfolgreich an der Waldhofgrundschule mit Außenstelle Luzenberg in Mannheim. 70 Kinder der 1. Klassen lasen mit Unterstützung von Lesepaten das Buch Finn und Lili auf dem Bauernhof oder das Buch Das tollste Pony der Welt. Außerdem wurden Fragen zum Text beantwortet.

Die Kinder haben mit Begeisterung am Lesetag teilgenommen und sich sehr über ihr Buchgeschenk gefreut. Für die Kinder war es toll, dass extra jemand an die Schule kam, ihnen beim Vorlesen zuhörte und ihre Leistung würdigte. Das Leseförderprojekt wird im neuen Schuljahr fortgesetzt mit der Einweihung des neu eingerichteten Lesezimmers. Auch die Lesepaten haben weiterhin ihre Unterstützung zugesagt. Herzlichen Dank an alle Spender!

Die Lesepatin Frau Brennberger: „Ich fand es schön, den Schüler zu erleben. Er war stolz, dass er vorlesen durfte. Für diesen Schüler war es das erste eigene Buch.”

Die Kinder waren begeistert von den Büchern und dem Zuspruch. Mit kleinen Basteleien haben sie sich bedankt »

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Abenteuer Bücher – Leseförderung für Vorschulkinder

Im Regensburger Kindergarten waren Kinder, Erzieherinnen und Eltern begeistert! Die Kinder entwickelten eine Geschichte, malten Bilder dazu, stempelten die von ihnen entworfenen Texte und machten ein fast elf Meter langes Faltbuch daraus. Dank Ihrer Spenden und Förderbeiträge konnte dieses Leseförderprojekt unter der Leitung der Buchhändlerin Daniela Dombrowsky und der Künstlerin Sandra Münchow realisiert werden. „Die Kinder haben es genossen, ihre Kreativität auszuleben und sind mächtig stolz auf ihr Buch.”

Zum Zeitungsartikel in der Mittelbadischen Zeitung »

     
   

Leseförderung „Kleine Bücherwelt” in Aglasterhausen im Odenwald

Die Festhalle der Gemeinde Aglasterhausen im Odenwald verwandelte sich in ein ausgesprochenes Fabelland. Dem Sonderschulreferendar Silvio Wagner war es im Sommer 2013 gelungen im Rahmen seines Leseförderprojekts Kleine Bücherwelt den bekannten Autor und Illustrator Martin Baltscheit in die Festhalle zu holen. Die 170 Kinder waren gespannt und der Autor bester Laune.

Neben den drei Kindergärten der Gemeinde waren die Klassen 1-3 der Grundschule Aglasterhausen und einige Kinder mit Behinderung aus der Schwarzbach-Schule zusammengekommen. Das „Bilderbuchkino”, das Baltscheit aus dem Ärmel „schüttelte”, war für alle ein Erlebnis. Nach jedem Buch wollten die Kinder mehr. Letztlich waren es vier Bücher. Martin Baltscheit hat nicht einfach nur gelesen, er hat die jungen ZuhörerInnen mit auf eine Reise genommen: er hat die Geschichten gespielt, die Bilderbücher mit Projektionen auf einer Leinwand lebendig gemacht, die Kinder einbezogen, Bücher für schlaue Antworten verschenkt, Fragen der Kinder beantwortet und vieles mehr. Es hat allen viel Spaß bereitet und erlebbar gemacht, was in einem Buch doch Tolles drin steckt.

           
 

Leseförderung für Kinder mit Migrationshintergrund in Heidelberg

Das Projekt der Internationalen Gesamtschule Heidelberg, einer Schule mit ca. 1800 Schülern aus bis zu 75 Nationen, konnte im Herbst 2011 starten. Ziel dieses Projekts ist es, die Lesekompetenz zu erhöhen, Verstehensprozesse anzuregen und kreative Begegnungen mit Büchern zu ermöglichen.
Als Problem zeigt sich gerade in den 5. und 6. Klassen, dass einige Kinder trotz einer relativ guten Sprachkompetenz im Deutschen große Schwierigkeiten haben, literarische Texte auch inhaltlich zu verstehen. Wegen der unerwartet vielen Kinder mit Leseschwäche wurde die Leseförderung auf die 5. Jahrgangs-stufe begrenzt.

Jedes Kind erhält sein eigenes Buch, ausgewählt nach Inhalt und Anspruch entsprechend seiner Verstehenskompetenz und Interessen. Jedes Kind liest sein Buch zusammen mit seinem Lesepaten, der ihm konkrete Hilfestellung durch teilweises Vorlesen, Gespräche über den Inhalt etc. zukommen lässt.

Die Leseförderung erfolgt für das gesamte Schuljahr und wird begleitet durch besondere Leseevents in der Schülerbibliothek und einer Lesenacht. Begleitet und evaluiert wird das Projekt von der Pädagogischen Hochschule. Die Fördermittel wurden überwiegend für die Anschaffung der Kinderbücher benötigt, ein kleiner Teil wurde für Honorare von Autoren oder Künstlern verwendet, die für besondere Begegnungen mit Literatur eingeladen werden.

Projektverantwortlicher ist der Deutschlehrer Holly Holleber.

 
           

 

www.buechergilde.de Über Die Welt des Lesens e.V.